Energieausweis Energieverordnung

Wer braucht einen Energieausweis?

Wer ein Gebäude oder ein Gebäudeteil verkaufen, vermieten, verpachten oder verleasen will, muss sich einen Energieausweis ausstellen lassen, falls bisher kein gültiger Ausweis vorliegt.  Bei der Errichtung von Gebäuden muss der Bauherr sicherstellen, dass dem Eigentümer unverzüglich nach Fertigstellung ein Energieausweis über das Gebäude ausgestellt wird. Gleiches gilt, wenn größere Änderungen an den Außenbauteilen bestehender Gebäude (zum Beispiel Außenwände, Fenster, Türen und Dächer) vorgenommen werden und hierbei auf die Nachweismethode nach § 9 Absatz 1 Satz 2 EnEV zurückgegriffen wird. Lediglich für Baudenkmäler oder kleine Gebäude gelten Ausnahmen (§ 16 Absatz 5 EnEV).

Es gibt 2 verschiedenen Arten vom Energieausweis bei der Energieverordnung

- Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis orientiert sich an den tatsächlichen Verbrauchsdaten der Vergangenheit.

  • Vorteile Die Ausfertigung eines solchen Energieausweises ist kostengünstig (oft um die 50 Euro).Der Pass bezieht sich auf den tatsächlich gemessenen Verbrauch.
  • Nachteil Kritiker bemängeln, dass weniger die Energieeffizienz, als das Nutzerverhalten der Bewohner ermittelt wird.

- Bedarfsausweis

Beim Bedarfsausweis wird der theoretische Energiebedarf eines Gebäudes durch ein technisches Gutachten ermittelt. Der Beurteilung liegen alleine bauliche Aspekte wie Heizungsanlage, Qualität der Fenster oder Dämmung zugrunde.

  • Vorteil Ermittlung des Energiebedarfs aufgrund objektiver technischer Daten.
  • Nachteile Die Ausfertigung eines bedarfsorientierten Passes ist teuer (je nach Aufwand kann er mehrere hundert Euro kosten).Auch bei korrekter Berechnung kann sich aufgrund des Nutzerverhaltens ein abweichender Verbrauch ergeben.

Welcher Energieausweis der Energieverordnung für welche Immobilie?

Hausbesitzer, die bis zum 1. Oktober 2008 einen Energiepass für ihr Haus anfertigen ließen, hatten grundsätzlich die Wahl zwischen beiden Varianten. Seit diesem Datum gilt folgende Regelung:

  • Wahlfreiheit gibt es für alle Häuser, die ab 1978 errichtet wurden und alle Häuser beliebiger Baujahre mit fünf und mehr Wohneinheiten
  • Keine Wahlfreiheit gibt es für Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978 errichtet wurden. Hier ist nach dem 1. Oktober der Bedarfsausweis verpflichtend.

Der Energiepass gilt zehn Jahre lang, danach muss ein neuer angefertigt werden. Der Pass soll die Transparenz erhöhen und damit Käufern und Mietern eine Entscheidungshilfe bieten.

In Energieausweisen, die ab dem 1. Mai 2014 ausgestellt werden, müssen auch die Energieeffizienzklassen aufgelistet sein. Auch darüber hinaus gewinnt der Ausweis an Bedeutung: Er muss bei Wohnungsbesichtigungen künftig vorgezeigt und beim Verkauf dem Käufer übergeben werden.

Wer darf den Energieausweis ausstellen?

Energiebedarfs- oder -verbrauchsausweise für Bestandsgebäude dürfen nur von Ausstellern mit entsprechender Qualifikation ausgestellt werden. Dies können u. a. Architekten, Bauingenieure, Heizungsbauer oder Schornsteinfeger sein. Für Neubauten ist die Ausstellungsberechtigung landesrechtlich geregelt.

Beispiel Energie Bedarsausweis

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Beispiel Energie Verbrauchsausweis

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Wir verweisen auch gerne auf den Verein Haus und Grund für weitere Informationen zum Thema Energieausweis Energieverordnung.